IVONNE LESSER-FUCHS
Kulturwissenschaftlerin & Philosophin & Autorin

"Vor ungefähr 800 Jahren war es erlaubt, Menschen auf Marktplätzen mit faulen Eiern zu bewerfen. Heute findet die Demütigung im Internet statt."

"Wir müssen Kindern und Jugendlichen beibringen, dass TikTok nicht die Welt ist."
Wenn ich es schaffe, dass am Ende eines Workshops nur ein Kind von zehn sagt: "Ich merke mir das mit der Moral", habe ich viel erreicht.
WENIGER EMPÖRUNG.
MEHR ERKENNTNIS.
Über die Macht der Schlagzeilen und die Kunst, selbst zu denken.
F*CK THE HEADLINES
Nicht alles, was Schlagzeilen macht, ist wichtig. Und nicht alles, was wichtig ist, macht Schlagzeilen.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Aufmerksamkeit zur Währung geworden ist. Nachrichten konkurrieren um Klicks, Emotionen um Reichweite und Meinungen um Deutungshoheit. Was sichtbar wird, erscheint bedeutsam. Was keine Aufmerksamkeit erhält, verschwindet aus unserem Bewusstsein.
Doch wer entscheidet eigentlich, was wir für wichtig halten? Wer bestimmt, welche Geschichten erzählt werden, welche Perspektiven fehlen und welche Wirklichkeit wir am Ende für wahr halten?
F*CK THE HEADLINES ist ein philosophisch-kulturwissenschaftliches Bildungsformat, das genau dort ansetzt, wo Medien unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit prägen. Es geht dabei nicht allein um Fake News oder manipulative Schlagzeilen. Es geht um die Mechanismen dahinter: um die Reizökonomie des Menschen, um Sprache, Macht, gesellschaftliche Narrative, kulturelle Deutungsmuster und die Verantwortung, die mit öffentlicher Kommunikation einhergeht.
Vor allem aber geht es um eine Fähigkeit, die in der digitalisierten Welt unverzichtbar ist: die Fähigkeit, selbst zu denken und um die Würde des Menschen. Denn eine Nachricht muss nicht falsch sein, um ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit zu erzeugen. Manchmal genügt es, bestimmte Informationen wegzulassen, Zusammenhänge zu verkürzen oder Aufmerksamkeit gezielt zu lenken, um aus einem Menschen ein Produkt zu machen.
In meinen Keynotes und interaktiven Workshops lade ich Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte dazu ein, Medien nicht nur zu konsumieren, sondern ihre Wirkungsmechanismen zu verstehen. Wir hinterfragen Schlagzeilen, untersuchen Narrative, sprechen über journalistische Verantwortung und darüber, wie gesellschaftliche Wirklichkeit durch Kommunikation entsteht.
Kritisches Denken ist keine Frage des Alters. Es ist eine Frage der Haltung.
THEMEN MODULE :
DON´T BELIEVE THE HYPE
Sensationsjournalismus, Clickbait und die Frage, warum bestimmte Themen Aufmerksamkeit erhalten.
WHO´S FAKING WHO?
Desinformation, manipulierte Bilder, KI-Deepfakes und Quellenprüfung.
WHO CONTROLS THE STORY?
Framing, Stereotype, gesellschaftliche Machtverhältnisse und die Darstellung marginalisierter Gruppen.
F*CK THE ALGORITHM
Empfehlungsalgorithmen, Filterblasen, Influencer-Marketing und digitale Aufmerksamkeitsökonomie.
MAKE SOME NOISE!
Eigene Gegen-Schlagzeilen, Medienkampagnen, kreative Protestformen und verantwortungsvolle digitale Teilhabe.
Bildungsangebote:

90 bis 180 Minuten
Jugendliche untersuchen echte Schlagzeilen, recherchieren deren Hintergründe und gestalten anschließend eine eigene kritische Instagram-Kachel im Stil von F*CK THE HEADLINES*.
SCHUL-WORKSHOP
"Glaub nicht alles, was du liest."
ELTERNABEND
„Zwischen TikTok, Schlagzeilen und Wahrheit“
Ein interaktiver Abend darüber, wie Kinder Nachrichten wahrnehmen, welchen Einfluss Social Media hat und wie Eltern kritisches Denken im Alltag unterstützen können.
90 Minuten
DON´T BELIEVE THE HYPE: F*CK THE HEADLINES
Ein philosophisch-kulturwissenschaftliches Bildungsformat zur kritischen Auseinandersetzung mit Medien, Wahrheit, Macht und gesellschaftlicher Wirklichkeit.
Wahrheit: Was bedeutet Wahrheit in einer Welt, in der Aufmerksamkeit oft wichtiger ist als Erkenntnis?
Macht: Wer entscheidet, welche Geschichten erzählt werden und welche unsichtbar bleiben?
Ethik: Welche Verantwortung tragen Medien gegenüber den Menschen, über die sie berichten?
Wirklichkeit: Wie beeinflussen Sprache, Bilder und Narrative unser Verständnis der Welt?
Mündigkeit: Wie entwickeln wir ein eigenständiges Urteil, statt Meinungen einfach zu übernehmen?
Würde: Wie bewahren wir die Würde des Menschen in einer Medienwelt, in der persönliche Schicksale zur Schlagzeile und menschliches Leid zur Ware werden?