What a feeling ...

„l'm so excited..." Ich habe meinen allerersten Walkman wieder gefunden, inklusive einer Kassette, die ich gehört habe, als ich ungefähr 15 war. Und was soll ich sagen, ich kann nicht anders. Wie wild tänzle ich zu Whitney Houston und „I wanna dance with somebody" durch die Küche und krächze entschlossen „l'm holding out for a hero". Als ich in Begriff bin, mir dank Flash­dance einen Eimer eiskaltes Wasser über den Pelz zu gießen, fragen mich meine Kinder leicht irritiert, ob ich auf Facebook für ne Challenge nominiert wurde. Mit schriller Stimme rufe ich ihnen „Girls... just want to have fun" entgegen und erkläre ihnen aufgeregt wie mein erstes tragbares Device funktioniert und wie mühsam es 1989 gewesen ist, zwischen jedes Lied beim Aufnehmen der Kassette eine Pause von 2 Sekunden zu schnei­den. Meine Kinder bestaunen den Walkman wie einen prähistorischen Zeitzeugen aus dem Naturkundemuseum und mit einem Gesichtsausdruck, der irgendetwas zwischen gelan­gweilt und leicht abfällig ist und finden uns beide nur noch peinlich, als ich das Teil gekonnt mit einem Klick an meiner Jeans befestige. Wenigstens die Kleinste zeigt sich noch einigermaßen beeindruckt, als ich ih­r am Ende meiner Vorstellung den „Moonwalk" vor mache. Eine Frage bleibt danach allerd­ings offen: "Mama ... und wie kann man damit jetzt telefo­nieren?"


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  • Nomatterthatslife Ivonne Lesser-Fuchs

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